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Rickli Wanderreisen

Herz-Operation Mohammed Najou

Inhalt dieser Seite: Ausgangslage / Wer ist Mohammed Najou? / wie helfen? / Stand zur Zeit / Ausblick

Ausgangslage

Ende Oktober 2007 erhielt ich die Nachricht, Mohammed Najou sei schwer krank. Sein Herz hat eine undichte Herzklappe, was zur Folge hat, dass nur 50% der Blutmenge in den Kreislauf gepumpt wird. Er kann mit Medikamenten für ca. 3 Monate über Wasser gehalten werden, doch dann ist eine Operation, bei welcher eine künstliche Herzklappe eingesetzt wird, absolut lebensnotwendig. Die Diagnose wurde zu Beginn des Ramadan gestellt, in der ersten September Hälfte. Mohammed muss also bis Mitte Dezember operiert werden.
Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden mir übermittelt und ich habe sie von einem Arzt in der Schweiz begutachten lassen. Es ist eindeutig, dass Mohammed's Herz nur zu 50% arbeitet (schwere Herzinsuffizienz), und dass eine Operation absolut notwendig ist. Wenn jemand von Euch Genaueres wissen möchte, kann ich eine Kopie der Dokumente weiterleiten.
Die ärztliche Betreuung am Spital in Marrakech hat westlichen Standart, so dass wir mit einer guten Prognose rechnen können.

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Wer ist Mohammed Najou?

Mohammed Najou ist ein Trekking-Kochaus dem Aït Bougmez (Tal im Hohen Atlas). Er hat uns während den letzten 9 Jahren bestens bekocht auf unseren Reisen im Hohen Atlas und in der Wüste in Südmarokko. Er ist 44 Jahre alt, hat 5 Kinder, das jüngste ist 18 Monate alt.

Sein Zustand ist schlecht, der Atem setzt manchmal aus, er hat viel Gewicht verloren.

Mohammed hat - nach dem Tod des Vaters - als ältester Sohn der Familie die Felder im Tal übernommen. Er ist in erster Linie Bauer. Mit dem Nebenerwerb als Trekking-Koch verdient er etwas Bares auf die Hand, doch Erspartes ist nicht vorhanden. Die Familie von Mohammed versucht, möglichst viel Geld selbst aufzutreiben. Es ist aber absehbar, dass sie es nicht schaffen werden, den Betrag auch nur annähernd zusammen zu kratzen.

Mohammed's Bruder, Salah Najou (ein ausgebildeter Bergführer, mit dem ich seit nun 11 Jahren zusammenarbeite) hat mich gefragt, ob ich ihm aus der Klemme helfen kann. Ich gebe die Bitte an Euch weiter. Denn es geht mit Fr. 15'000.- (100'000 marokkanische Dirham) um einen zu hohen Betrag, als dass ich ihn sprechen könnte. Vom Brunnen-Projekt in der Wüste sind nach dem Abschluss noch Fr. 3'000.- vorhanden. Diese gebe ich gerne an Mohammed weiter. Ich glaube, dies ist auch im Sinn der meisten von Euch, die für den Brunnen gespendet haben. (Wenn jemand für den Brunnen gespendet hat und nicht möchte, dass der "Überschuss" für Mohammed's Operation verwendet wird, dann bitte ich um Mitteilung).

Etwas Hintergrund zum sozialen Netzwerk: In einer Familie wie jener von Mohammed und Salah Najou ist jene Person stets für alle anderen verantwortlich, welche am meisten verdient. Mohammed hat wegen seiner Krankheit seit 3 Monaten kein Einkommen mehr und wird bis auf weiteres keine Gruppen bekochen können. Da Salah Najou jener ist, der in der Familie am meisten verdient, liegt die ganze Last auf ihm. Für Salah ist die Sache klar: Die Operation wird durchgeführt, selbst wenn er sich und seine eigene Familie hoch verschulden muss.


Mohammed Najou im Küchenzelt

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Wie helfen?

Wer helfen möchte, kann einen Beitrag überweisen auf Postcheck-Konto 30-163066-0 (Rickli Wanderreisen, 9056 Gais) mit dem Vermerk "Operation". Auch kleine Beiträge sind willkommen. Rickli Wanderreisen übernimmt sämtliche Spesen. Ich überweise jenen Betrag nach Marokko, der Mitte Dezember zur Verfügung steht.

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Stand zur Zeit

Mitte November 07: Ich treffe mich mit Salah Najou in Marrakech. Er hat 20'000.- DH (marokkanische Dirham) zusammengekratzt, also 20% des unmittelbar benötigten Betrages. Verschiedene Fragen können geklärt werden.

Ende November:
Es ist genügend Geld auf unserem Konto zusammengekommen, so dass die Operation durchgeführt werden kann.

Ich habe Salah Najou die gute Nachricht mitgeteilt. Mohammed wird in den nächsten Tagen nach Marrakech reisen und die restlichen Abklärungen über sich ergehen lassen. Salah seinerseits wird das notwendige Material besorgen (die Teile der künstlichen Herzklappe, Verbrauchsmaterial wie Faden, Nadeln etc.). Er hat vom behandelnden Arzt die entsprechende Liste erhalten und benötigt allein für's Material schon mal DH 45'000.-.

Ich bin mit Salah so verblieben, dass er sich bei mir meldet, wenn er eine Rechnung hat, rsp. wenn ein bestimmter Betrag notwendig ist. Sobald ich von ihm die entsprechenden Unterlagen erhalte, werde ich die Überweisungen auslösen.

28. Nov.: Email aus Marokko: Mohammed wird nach dem "Fête du mouton" (22./23. Dez.) operiert - vorher ist kein Platz frei im Spital. Der Kostenvoranschlag für das Material trifft bei mir ein (eine lange Liste) und die erste Tranche Geld wurde nach Marokko geschickt.
Mohammed selbst geht's im Moment recht gut, sein Zustand ist stabil.

7. Jan. 2008: Nachricht aus Marokko: Mohammed hat vom Spital in Marrakech endlich einen Termin für seine Operation erhalten: 23. Jan.. Hoffen wir nun, dass alles seinen guten Lauf nimmt.


24. Jan. 08: Nachricht aus Marrakech: Mohammed wurde gestern operiert. Die ersten Anzeichen nach der Operation sind durchwegs positiv. Mohammed ist auf der Intensiv-Station, spricht aber bereits ein klein wenig. Allerdings ist es noch zu früh, um die Operation wirklich beurteilen zu können. Es sind immer noch Rückschläge und Komplikationen möglich. Doch der erste, wichtigste Schritt ist geschafft.

12. Feb. 08: Am 23. Jan. 2008 wurde Mohammed Najou erfolgreich operiert - eine künstliche Herzklappe wurde ihm eingesetzt. Er hat die Operation bis jetzt gut und ohne Komplikationen überstanden. Er wurde am 6. Feb. bereits wieder aus dem Spital entlassen und ist nach Hause ins Aït Bougmez gereist. In den nächsten Wochen wird er regelmässig zur Kontrolle nach Marrakech fahren müssen, damit die Medikamente richtig eingestellt werden können, die er von nun an immer wird nehmen müssen. Wir sind alle froh über den guten Verlauf der Operation und über Mohammed's Genesung! Und dankbar für alle Spenden, die diese Operation ermöglicht haben.


1. Mai 08: In der zweiten April-Hälfte war ich zusammen mit Salah Najou, Mohammed's Bruder, auf einer Reise. Wir konnten die verschiedensten Aspekte von Mohammed's Operation und seiner aktuellen Situation eingehend besprechen.
- Das Wichtigste: Mohammed geht's gut. Er ist immer noch sehr schmal, hat jedoch Farbe im Gesicht, strahlt Energie aus. Laut Ärzteschaft sind nun keine Komplikationen mehr zu erwarten. Mohammed möchte gerne wieder arbeiten, doch dieser Entscheid liegt allein bei den Ärzten. Er soll sich vorerst von der Operation und voallem von den Strapazen vor der Operation erholen. Dass er wiederum als Trekking-Koch arbeiten kann, scheint uns ausgeschlossen - diese Arbeit ist zu anstrengend.
- Finanziell sieht es gut aus: Die Operation ist günstiger als vorgesehen - ein Fehler in einem Spital-Computer führte offenbar zu einem zu hohen Kostenvoranschlag. Zudem konnte Salah über eine Bekannte eines Cousins in Frankreich eine grosse Menge an Medikamenten für Mohammed besorgen. Somit ist zur Zeit recht viel Geld in der Kasse der Spendenaktion, das vorallem für die Unterstützung der Familie von Mohammed vorgesehen ist.

Mit Salah Najou bin ich wie folgt verblieben:
- Wenn Mohammed's Familie Geld braucht, dann gibt mir Salah Bescheid und ich überweise es nach Marokko.
- Mohammed und seine Familie sollen sich Gedanken machen, wie Mohammed in Zukunft etwas Geld verdienen will. (Dass er erneut als Trekking-Koch arbeitet, scheint uns ausgeschlossen - diese Arbeit ist zu anstrengend.) Mohammed's Zukunftideen werden wir besprechen und wenn Kapital dafür notwendig ist, können wir dies aus der Spendenaktion bestreiten.
- Ist in einer gewissen Zeit, z.B. 2 oder 3 Jahren immer noch Geld aus der Spendenaktion vorhanden, und ist dann absehbar, dass Mohammed's Familie soweit finanziell auf eigenen Füssen steht, dann sehen wir uns nach einem anderen Projekt im Hohen Atlas um, das unterstützenswert ist.

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Ausblick

Mohammed Najou und seine Familie wird auch nach der Operation Unterstützung brauchen. Da ist einerseits die Nachsorge nach der Operation, dann wird er wahrscheinlich lebenslang Medikamente benötigen und bis auf Weiteres keine schwere körperliche Arbeit verrichten dürfen.

Der Spendenbetrag, der nicht unmittelbar für die Operation gebraucht wird, wird für die längerfristige Unterstützung von Mohammed und seiner Familie verwendet.

Mohammed und seine Familie machen sich Gedanken, wie Mohammed in Zukunft etwas Geld verdienen will. Mohammed's Zukunftideen werden wir besprechen und wenn Kapital dafür notwendig ist, können wir dies aus der Spendenaktion bestreiten.

Ist in einer gewissen Zeit, z.B. 2 oder 3 Jahren immer noch Geld aus der Spendenaktion vorhanden, und ist dann absehbar, dass Mohammed's Familie soweit finanziell auf eigenen Füssen steht, dann sehen wir uns nach einem anderen Projekt im Hohen Atlas um, das unterstützenswert ist.

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